Kraigher Haus

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Land Kärnten

Galerie im historischen Kraigher Haus, Feistritz im Rosental

Programm 2017



Simon Goritschnig: „Gebete & Sitzbilder“


Wurzeln, Zellen, Verästelungen und abstrakte „Urknäuel“ verspinnen sich zu einem Netzwerk ohne Anfang oder Ende und werden so zur visuellen Metapher für die körperinternen Prozesse, die menschliches Bewusstsein möglich machen.
In der Ausstellung, die bis zum 13. August 2017 zu sehen ist, werden Werke aus dem Gedichtband „Gebete & Sitzbilder“ von Alfred Goubran (Drava Verlag) gezeigt sowie Teile der Serie „Ein Leben“. In den Zeichnungen werden verschiedenste Ideen zusammengeführt und verbinden sich zu einem großen Ganzen: wichtige Inspirationen stellen Höhlenmalereien, computergenerierte Fraktale und Wachstumsvorgänge in der Natur dar. Goritschnigs künstlerischen Vorbilder sind bunt gemischt und bewegen sich zwischen den Bereichen Comic, Surrealismus und Skulptur.
„Organische Zeichnungen und surreale Skizzen laden zu Expeditionen in das Unbewusste ein. Frei und assoziativ werden naturwissenschaftliche Betrachtungen mittels Grafik reflektiert und verspinnen sich zu einer Welt, in der alles mit allem verbunden ist“, erläutern Eberhard und Klaus Kraigher vom Kulturverein Kraigher Haus. Impressionen der Ausstellung finden Sie hier oder auch auf Facebook (keine Anmeldung notwendig)
http://www.simongoritschnig.com/




Stefan Kreiger: „Fleischfresser“ - graphische Arbeiten

Vernissage: Samstag, 19. August 2017, um 19.00 Uhr
Geöffnet bis Sonntag, 17. September 2017

Die Serie Vulgar Display of Power ist das homogene Resultat von Atelieraufenthalten in Budapest und Wien. Der Künstler Stefan Kreiger entdeckt hier erneut seine Affinität zur Zeichnung in einer sehr flüssigen und intensiven Arbeitsperiode. Die großformatigen Zeichnungen entstehen aus Einzelbildern, die wie Puzzlestücke während des intuitiven Schaffensprozesses, nach eigenen Vorlieben, spontan und teils zufällig zu komplexen Bildkompositionen wachsen. Oder es sind zuvor erdachte und konstruierte Szenen, die wiederum eher durch ihre Strenge zu bestechen wissen. In beiden Fällen liegt den Werken eine gewisse collageartige Herangehensweise zugrunde.
Die Arbeiten weisen Verwandtschaften zu Bereichen wie: Comic, politische Zeichnung, Illustration auf, forcieren diese aber nicht, sondern zitieren frei aus Versatzstücken. In ihrer seriellen Natur, als Konvolut, präsentieren sie sich auf den zweiten Blick womöglich subtiler, wenn man sich an die grobe Bildsprache gewöhnt hat, die sich in einem sehr konzentriert dichten und disziplinierten Zeichenstrich manifestiert. Thematisiert wird die Maskerade, das Verkleiden, bestimmte Rollenbilder, die wir annehmen oder in die wir gedrängt werden, ob das nun in einem politischen, kulturellen, sozialen oder sexuellen Umfeld passiert – etwas, das sich durch das Gesamtwerk des Künstlers zieht.
Betitelt, sozusagen, als ein derbes Zurschaustellen von Macht in der unreflektierten Tradition einer patriarchalen Gesellschaftsordnung, wie wir das in den genannten Bereichen, vielen weiteren und auch deren Subgenres finden können - in einer schier unglaublichen Fülle, sodass wir den selbstverständlichen Umgang damit im Alltag bereits nicht mehr in Frage stellen. Die sehr narrativen Werke zeugen von einer multimedialen Überladung, benützen diese, drehen durch den Fleischwolf, überzeichnen wortwörtlich und generieren dabei Neues - das gewissermaßen diese Auseinandersetzung wiederum dokumentiert. Die Lust am Erzählen gleichermaßen wie am Medium selbst, ist zu spüren.

Der aus Kärnten stammende Künstler ist Absolvent der Universität Mozarteum Salzburg. Er widmet sich mit seinen graphischen Arbeiten zeitkritischen Themen. Zahlreiche Ausstellungen in Salzburg und Wien. Kreiger war Artist in Residence in Salzburg, Wien, Budapest und 2016 in Warschau. Lebt und arbeitet in Salzburg und Wien. 2017 erhielt er von der Stadt Salzburg ein USA-Stipendium.

http://www.stefan-kreiger.com/


Otto Kraigher-Mlczoch: Gedächtnisausstellung

Die ständige Gedächtnisausstellung dieses kärntnerisch-mährischen Künstlers (1886-1951), der Kindheit und Alter im Kraigher Haus verlebte, zeigt heuer frühe Graphik mit dem Zyklus „Die Jünger des Quod Libet“ von 1910, sowie frisch restaurierte Gemälde der 30er-Jahre, die sich bisher in Tschechien befanden.


Veranstaltungen:

C´est la vie von Peter Turrini

Peter Raab und Gerhard Lehner bringen die literarisch-musikalische Revue zur Aufführung. Die Uraufführung fand 2014 im Theater an der Josefstadt statt.

Wann: Dienstag, 25. Juli 2017, um 19.00 Uhr